WILD GmbH - 3D-Printer revolutioniert Herstellung von Keramikteilen

WILD GmbH - 3D-Printer revolutioniert Herstellung von Keramikteilen

WILD unterstützt mit langjährigem Mechanik- und Elektronik-Know-how das Unternehmen Lithoz, das einen weltweit einzigartigen 3D-Drucker zur Herstellung von Keramikbauteilen entwickelt hat.

Das österreichische Unternehmen Lithoz hat den ersten serienreifen 3D-Drucker für technische Keramik entwickelt und stößt damit auf enormes nationales und internationales Interesse. Johannes Homa und Johannes Patzer ermöglichen mit ihrer Erfindung die Erweiterung der 3D-Drucktechnologie auf technische Keramiken. Bis dato konnten nur Metalle und Kunststoffe auf diese Weise verarbeitet werden. Lithoz fertigt nun hochpräzise, komplexe keramische Bauteile mit Festigkeitswerten ähnlich der klassischen keramischen Formgebung in jeder beliebigen geometrische Form und Struktur. Funktionelle Prototypen und Kleinserien entstehen dadurch erstmals kostengünstig und schnell. So wurde beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien und der Technischen Universität Wien die Herstellung einer funktionsfähigen Herzpumpe realisiert. Das 45 mm kleine medizinische Gerät besteht aus hochpräzisen keramischen Einzelteilen, deren Produktion ohne den 3D-Drucker von Lithoz gar nicht möglich wäre. Die winzigen Keramik-Präzisionswerkstücke sorgen neben der Medizintechnik auch in vielen anderen Branchen – darunter im Sondermaschinenbau, in der Flug- und Raumfahrt-technik sowie in der Schmuck- und Uhrenproduktion - für Aufmerksamkeit.


Partnerschaft mit WILD GmbH
Für Unterstützung in den Bereichen Konstruktion und Fertigung holt sich Lithoz, die von Beginn an auf interdisziplinäre Zusammenarbeit gesetzt haben, den österreichischen Optomechatronik-Spezialisten WILD ins Boot. „Wir liefern den gesamten Mechanikaufbau mit Wannendrehung, Kippmechanismus und Achse mit Bauplattform“, erklärt Stefan Werkl, Leiter des Geschäftsbereiches Technische Optik bei WILD. Derzeit erfolgt der mechanische Aufbau des 3D-Druckers am Standort Völkermarkt. Die Elektronikbaugruppen werden von der WILD Electronics in Wernberg produziert. „In persönlichen Gesprächen hat sich für uns schnell herauskristallisiert, dass WILD aufgrund ihrer langjährigen Fachkompetenz und ihren hohen Qualitätsbewusstsein der richtige Partner für uns ist“, freuen sich Homa und Patzer. Lithoz erhält dadurch die Möglichkeit, sich noch intensiver der Weiterentwicklung seiner Produkte zu widmen.

Ein weiteres Argument für die Zusammenarbeit mit WILD: Unternehmen wie Lithoz können den internationalen Medizintechnikmarkt nur mühsam alleine bearbeiten. Durch die Partnerschaft mit WILD, die sich in den letzten Jahren als gefragter Auftragsfertiger für renommierte Unternehmen in der Medizintechnik etablieren konnten, kann Lithoz in Zukunft auch von deren Erfahrungen profitieren.


Zahlen, Daten & Fakten
Zur international agierenden High-Tech Unternehmensgruppe WILD zählen die WILD GmbH (Völkermarkt), die WILD Electronics (Wernberg), die PHOTONIC Optics (Wien), die WILD Technologies (Trnava/Slowakai) und die solar semi GmbH (Radolfzell/Deutschland). WILD GmbH beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit der Entwicklung und Produktion von Systemen und Baugruppen für die Technische Optik und die Medizintechnik. Sie wird vor allem als Systemlieferant und Produzent für Komplettgeräte geschätzt und zeichnet sich durch innovative Entwicklungen, optimale Fertigungsprozesse mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis sowie höchste Qualität aus. WILD Electronics ist das Kompetenzzentrum für Elektronik und Kunststofftechnik. PHOTONIC Optics verfügt über spezielles Know-how in den Bereichen Sonderoptik, Beleuchtungstechnik und Faseroptik. Die Fertigungskapazität der Gruppe wird durch WILD Technologies in Trnava/Slowakai erweitert. Seit 2011 zählt auch die deutsche Firma solar semi GmbH in Radolfzell/Bodensee, die in den Bereichen Halbleiter und MicroSystemTechnik tätig ist, zu WILD. Die WILD Gruppe beschäftigt derzeit 388 Mitarbeiter.


Über Lithoz:
Lithoz ist ein Spin-Off der Technischen Universität Wien (TU Wien) und wurde mit dem Ziel gegründet, die langjährigen Forschungsergebnisse im Bereich der generativen Fertigung von Keramiken einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Der Fokus von Lithoz liegt auf der Entwicklung und Herstellung von 3D-Druckern und Materialien für keramische Bauteile. Mit dem Verfahren von Lithoz können kostengünstig und schnell funktionelle Prototypen und Kleinserien für Industrie und Forschung hergestellt werden. Die Technologie ermöglicht es zudem, bisher nicht realisierbare Bauteile mit beliebiger Geometrie zu fertigen. Durch die hohe Qualität und Präzision der gedruckten Teile können diese auch in der Serienproduktion eingesetzt werden. Seit Anfang 2011 wird Lithoz vom Universitären Gründerservice INiTS unterstützt und wird durch JITU - PreSeed des BMWFJ, abgewickelt durch die aws, gefördert. (www.lithoz.com)

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